Sexueller Kindesmissbrauch

Als sexuellen Missbrauch von Kindern bestraft das Strafgesetzbuch sexuelle Handlungen an einem Kind und vor einem Kind. Ebenso strafbar ist es, ein Kind zu sexuellen Handlungen an sich selbst oder mit einer dritten Person zu bringen, mit pornografischen Inhalten oder entsprechenden Reden auf ein Kind einzuwirken oder solche Taten anzubahnen, etwa über das Internet (§§ 176 bis 176e StGB).

Als Kinder gelten alle Personen unter 14 Jahren. Sie sind nicht dazu in der Lage, Situationen adäquat einzuschätzen und Folgen abzuwägen, sondern Erwachsenen in diesem Sinne unterlegen und darauf angewiesen, von ihnen geschützt zu werden. Kinder können also nicht in sexuelle Handlungen mit Erwachsenen einwilligen, beziehungsweise kann man einer scheinbaren Einwilligung keine Bedeutung beimessen.

Sexueller Kindesmissbrauch ist für die betroffenen Kinder körperlich und seelisch traumatisierend, die Folgen weitreichend. Sexueller Kindesmissbrauch wird strafrechtlich verfolgt und bestraft.

Pädophilie und Hebephilie sind keinesfalls mit sexuellem Kindesmissbrauch gleichzusetzen (Beier, 2018; Beier & von Heyden, 2025). Dennoch muss beachtet werden, dass eine solche Neigung einem Missbrauch vorausgehen kann und deswegen eine gute Verhaltenskontrolle unerlässlich ist.

Bei Männern, deren sexuelle Übergriffe auf Kinder bekannt geworden sind, meist durch ein Strafverfahren, finden Studien je nach Messmethode bei etwa 40 bis 50 Prozent eine pädophile oder hebephile Neigung (Kuhle et al., 2015, S. 111; Seto, 2018, S. 25–26). Für Männer, deren Übergriffe unentdeckt bleiben, gibt es dazu keine verlässlichen Zahlen.

Quellen (5)

Wenn Sie sich in dieser Frage wiederfinden: Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet an mehreren Standorten eine kostenlose, vertrauliche Beratung und Behandlung an. Die Schweigepflicht schützt Sie. Ist ein Kind gefährdet, gibt es gesetzliche Ausnahmen, über die wir offen sprechen.

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