Journalisten2026-10-26T10:33:40+01:00

Informationen für journalistisch Tätige

Das bundesweite Präventionsnetzwerk Kein Täter werden bietet ein durch die Schweigepflicht geschütztes Behandlungsangebot für Menschen an, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und aus diesem Grund therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Das Angebot wurde im Jahr 2005 an der Charité – Universitätsmedizin Berlin etabliert. Die Standorte arbeiten nach gemeinsamen Qualitätsstandards, mit dem Ziel eines bundesweiten, flächendeckenden therapeutischen Angebots.

Aktuelles

Behandlungszahlen

Stand 31. Dezember 2025

666

Menschen sind derzeit im Netzwerk in Behandlung.

  • 339In Therapie
  • 157In Beratung, Psychoedukation oder Einzelversorgung
  • 170In Nachsorge

Menschen in Behandlung je Stichtag

Verlauf der Behandlungszahlen

Menschen in Behandlung je Stichtag, Stand 31.12.2025
Stichtag In Therapie In Beratung, Psychoedukation oder Einzelversorgung In Nachsorge
30.6. 2022 371 93 146
31.12. 2022 369 78 112
30.6. 2023 353 106 129
31.12. 2023 378 160 128
30.6. 2024 357 183 141
31.12. 2024 351 164 135
30.6. 2025 387 183 147
31.12. 2025 339 157 170
Werte zeigen

Seit Beginn der Zählung

  1. 22.030 Kontaktaufnahmen
  2. 7.696 Diagnostik abgeschlossen
  3. 3.832 Therapieangebot erhalten
  4. 2.722 Therapie begonnen

Kontaktaufnahmen sind Menschen, die sich melden, weil sie das Angebot in Anspruch nehmen möchten. Nicht alle brauchen oder wünschen danach eine Therapie, und nicht für alle ist sie das passende Angebot.

Quelle: Netzwerkstatus des Präventionsnetzwerks, halbjährlich

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Pressekontakt des Netzwerks

Maximilian von Heyden, M.Sc. Public Health

Gesundheitskommunikation, Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Zu einem Standort

Angebot vor Ort, Gespräche mit Fachleuten, Dreh- und Fotogenehmigungen. Die Pressestelle der Einrichtung, die den Standort trägt, vermittelt die Fachleute.

Presseanfragen an die Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Standorte können nicht bearbeitet werden. Diese Wege sind Hilfesuchenden, Angehörigen und Fachkräften mit einer Frage zur Fallberatung vorbehalten.

Was möglich ist und was nicht

Gespräche mit Teilnehmenden

Nur in Ausnahmefällen, nur über die Pressestelle des Standorts und nie mit Minderjährigen. Stimmen von Teilnehmenden nur anonymisiert und mit Einwilligung.

Therapiesitzungen

Keine Teilnahme. Die Sitzung ist ein Schutzraum, der von außen nicht gestört werden darf.

Vorlauf

Fachleute stehen für Interviews zur Verfügung, brauchen aber Vorlauf. Kurzfristige Anfragen lassen sich nicht immer erfüllen.

Einordnung

Wir wirken nicht an Beiträgen mit, die Pädophilie und sexuellen Kindesmissbrauch gleichsetzen oder das Angebot mit einzelnen Missbrauchsfällen in Verbindung bringen.

Studien- und Abschlussarbeiten: Bitte wenden Sie sich an die Einrichtungen, die die Standorte tragen, nicht an die Kontaktwege für Hilfesuchende. Literatur zum Einstieg finden Sie unter Publikationen. Eine Beratung zu einzelnen Arbeiten ist nicht möglich.

Material

Pressestellen der Standorte

Die Pressestellen gehören zu den Einrichtungen, die die Standorte tragen.

OrtEinrichtungE-MailTelefon
BambergSozialstiftung Bamberg (Presseseite)Abteilung Kommunikation und Marketingkm@sozialstiftung-bamberg.de+49 951 503-15188
Berlin, Sachsen-AnhaltCharité – Universitätsmedizin Berlin (Presseseite)Pressestellepresse@charite.de+49 30 450 570 400
DüsseldorfUniversitätsklinikum Düsseldorf (Presseseite)Stabsstelle Unternehmenskommunikationpresse@med.uni-duesseldorf.de
GießenUniversitätsklinikum Gießen und MarburgUnternehmenskommunikationKontakt über die Presseseite Universitätsklinikum Gießen und Marburg
HamburgUniversitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Presseseite)Unternehmenskommunikationpresse@uke.de+49 40 7410-56061
HannoverMedizinische Hochschule Hannover (Presseseite)Stabsstelle Kommunikationkommunikation@mh-hannover.de+49 511 532-6771
KielUniversitätsklinikum Schleswig-HolsteinStabsstelle Integrierte KommunikationKontakt über die Presseseite Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
LeipzigUniversitätsklinikum Leipzig (Presseseite)Presse- und Öffentlichkeitsarbeitpresse@uniklinik-leipzig.de
MainzUniversitätsmedizin Mainz (Presseseite)Stabsstelle UnternehmenskommunikationBevorzugt über das Formular für Presseanfragen auf der Presseseite.pr@unimedizin-mainz.de
MünchenLudwig-Maximilians-Universität München (Presseseite)LMU Klinikum, Stabsstelle Kommunikation und Medienpresse@med.uni-muenchen.de
RegensburgIVS – Institut für Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und SexuologieÜber den Pressekontakt des Netzwerks
StralsundKompetenzzentrum Sexualmedizin Mecklenburg-VorpommernÜber den Pressekontakt des Netzwerks
UlmUniversitätsklinikum Ulm (Presseseite)Unternehmenskommunikationpresse@uniklinik-ulm.de

Sozialstiftung Bamberg

Abteilung Kommunikation und Marketing

Presseseite Sozialstiftung Bamberg

Universitätsklinikum Düsseldorf

Stabsstelle Unternehmenskommunikation

Presseseite Universitätsklinikum Düsseldorf

Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Unternehmenskommunikation

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Unternehmenskommunikation

Presseseite Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Stabsstelle Integrierte Kommunikation

Universitätsklinikum Leipzig

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Presseseite Universitätsklinikum Leipzig

Universitätsmedizin Mainz

Stabsstelle Unternehmenskommunikation

Presseseite Universitätsmedizin Mainz

Bevorzugt über das Formular für Presseanfragen auf der Presseseite.

Ludwig-Maximilians-Universität München

LMU Klinikum, Stabsstelle Kommunikation und Medien

Presseseite Ludwig-Maximilians-Universität München

IVS – Institut für Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und Sexuologie

Ohne eigene Pressestelle. Anfragen laufen über den Pressekontakt des Netzwerks.

Kompetenzzentrum Sexualmedizin Mecklenburg-Vorpommern

Ohne eigene Pressestelle. Anfragen laufen über den Pressekontakt des Netzwerks.

Universitätsklinikum Ulm

Unternehmenskommunikation

Presseseite Universitätsklinikum Ulm

Hinweise zur Berichterstattung

Begriffe

Besser „Missbrauchsabbildungen“
Statt „Kinderpornografie“
Juristisch heißen sie kinderpornografische Inhalte.
Besser „Menschen mit pädophiler Neigung“
Statt „Pädophile“
Nicht „heilen“
Ziel der Therapie ist, Übergriffe zu verhindern, nicht die Neigung zu verändern.

Eine Neigung ist keine Tat.

Bei Männern, deren sexuelle Übergriffe auf Kinder bekannt geworden sind, meist durch ein Strafverfahren, finden Studien je nach Messmethode bei etwa 40 bis 50 Prozent eine pädophile oder hebephile Neigung (Kuhle et al., 2015, S. 111; Seto, 2018, S. 25–26).

Hinweis für das Ende Ihres Beitrags

Gern wörtlich übernehmen.

Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und Hilfe suchen, finden beim Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ kostenlose Therapie unter Schweigepflicht, auch ohne ihren Namen zu nennen: kein-taeter-werden.de

Bilder

Bitte nicht

  • Bilder von Kindern
  • Schatten- oder Täterbilder
  • Hände auf Tastaturen

Geeignet

  • neutrale Motive, etwa Gesprächssituationen oder Räume
Quellen (2)
  • Kuhle, L. F., Grundmann, D., & Beier, K. M. (2015). Sexueller Missbrauch von Kindern: Ursachen und Verursacher. In J. M. Fegert, U. Hoffmann, E. König, J. Niehues, & H. Liebhardt (Hrsg.), Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (S. 109–129). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-44244-9_11
  • Seto, M. C. (2018). Pedophilia and sexual offending against children: Theory, assessment, and intervention (2. Aufl.). American Psychological Association. https://doi.org/10.1037/0000107-000

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