Hilfe für Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen
Wir bieten einen geschützten Rahmen und ein wissenschaftlich fundiertes Therapiekonzept, das mit über zweitausend Personen erprobt wurde. Wir erarbeiten mit Personen mit sexuellem Interesse an Kindern Wege zu einem gesetzeskonformen, zufriedenen und sozial integrierten Leben. Nachfolgend finden Sie Informationen über Teilnahmevoraussetzungen sowie Ablauf und Ziele des Therapieangebots. Darüber hinaus geben wir Einblick in Erfahrungsberichte von ehemaligen Teilnehmern, beantworten häufig gestellten Fragen und geben einen Überblick über die Anbieter im Bundesgebiet.


Teilnahmevoraussetzung
Unser Angebot richtet sich an Frauen und Männer, Jugendliche und Erwachsene.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie sind vor allem Offenheit, das Einbringen relevanter Probleme, regelmäßige Mitarbeit sowie der Wille, keine sexuellen Übergriffe auf Kinder zu begehen und/oder Missbrauchsabbildungen zu konsumieren.
Unser Hilfsangebot steht Ihnen unabhängig davon zur Verfügung, ob Sie in der Vergangenheit sexuelle Übergriffe begangen oder Abbildungen sexuellen Kindesmissbrauchs (sog. Kinderpornografie) genutzt haben.
Während eines laufenden Ermittlungsverfahrens vermitteln wir Sie gerne an andere Stelle weiter, können jedoch erst nach Abschluss des Verfahrens und Verbüßung einer ggf. verhängten Strafe ein Therapieangebot unterbreiten.
Ablauf und Ziele
Die Therapie erfolgt kostenlos und unter Schweigepflicht
Wir unterstützen Sie, wenn Sie sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen, darunter leiden und deswegen Hilfe suchen. Es wird ein breites und effektives Repertoire an Verhaltensstrategien vermittelt, die es Ihnen ermöglichen, diesen Bereich Ihres Lebens zu bewältigen und die sexuellen Impulse gegenüber Kindern effektiv zu kontrollieren.
Ihr Therapieplan wird individuell erarbeitet
Die Behandlung folgt einem strukturierten Therapieplan, berücksichtigt aber Ihre individuellen Bedürfnisse und erfolgt in Absprache mit Ihnen. Sie integriert psychologische, sexualwissenschaftliche und medizinische Ansätze sowie die Möglichkeit einer zusätzlichen medikamentösen Unterstützung. Angehörige können – sofern gewünscht – einbezogen werden.
Erfahrungsberichte von hilfesuchenden Personen mit sexuellem Interesse an Kindern
Sämtliche Zitate stammen von Menschen, die eine Therapie im Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ absolviert haben oder sich zum Zeitpunkt der Interviews in Therapie befanden. Sie sprechen über ihre Erfahrungen und geben weiter, wie sie lernen bzw. gelernt haben, mit ihrer sexuellen Präferenz und ihren Fantasien zu leben.
Mit 15 oder 16 habe ich gemerkt, dass ich mich Jüngeren zugewandt fühle – ein eigenartiges Gefühl, weil man normalerweise eher die Gleichaltrigen interessant finden sollte. Zu dem Zeitpunkt fand ich aber die zehn- oder zwölfjährigen Mädchen interessanter. In dem Alter mit 15 ist das ja noch okay, aber ich fand es komisch. Dann habe ich es verdrängt. Als es mit 18 oder 19 immer noch so war, dass Jüngere für mich interessanter waren, habe ich angefangen, mir ernsthaft Gedanken zu machen. Bis Mitte 20 hatte ich immer das Gefühl, okay, das kriege ich schon irgendwie in den Griff.
Als sich meine Freunde, im Gegensatz zu mir, für gleichaltrige Mädchen interessiert haben, wurde mir klar, dass ich anders bin, konnte es aber noch nicht richtig einordnen. Mitteilen konnte ich mich niemandem, die Angst davor war einfach zu groß. So habe ich mich immer versteckt und bin unangenehmen Fragen ausgewichen.
Es war irritierend, und ich fühlte mich nicht ganz normal, habe das aber immer zur Seite gedrängt und dachte, das ist vielleicht nur so eine Phase, die ich durchlebe und dass sich das später noch mal ändern wird.
Das erste Mal habe ich ungefähr im Alter von 24 Jahren gemerkt, dass ich mich sexuell zu Kindern hingezogen fühle. Das war ein Sommertag. Ich hatte meine erste eigene Wohnung und habe aus dem Fenster gesehen. Da liefen leicht bekleidete Mädchen vorbei, wie es im Sommer so ist. Und da habe ich das erste Mal gemerkt, dass ich mich stark zu ihnen hingezogen gefühlt habe.
Als ich 25 war, in dem Dreh, habe ich gemerkt, dass es doch irgendwie ein Problem ist. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schlimm ist, habe gedacht, das geht bestimmt wieder weg, aber im Endeffekt wurde der Gedanke immer schlimmer. Dann fing es auch an, dass ich mir Material aus dem Internet besorgt habe, weil es einen Ausgleich geben musste. Ich wusste genau, dass ich mich nicht an Kinder wenden kann, das war mir immer klar. Es ist allerdings schwer umzusetzen, weil es immer ein Gefühl ist, was in mir drin steckt, ganz normale Gefühle der Liebe oder Geborgenheit, sich jemand zugewandt fühlen, und das ist immer ein Problem.
Zuerst wollte ich es nicht wahr haben, verdrängte die Gefühle, unterdrückte das Verlangen. Später begann ich mich immer mehr aus dem sozialen Leben zurückzuziehen. Ich vernachlässigte Freundschaften, Familie und Kollegen, aus Angst, dass meine sexuelle Präferenz entdeckt werden könnte, aber auch aus Scham und wachsendem Minderwertigkeitsgefühl gegenüber den Menschen, die mich als ihren Freund und Partner wertschätzten. Ich redete mir ein, ich verdiene ihre Zuneigung und Freundschaft nicht.
Schon in der Schule haben mich Mädchen interessiert, die wesentlich jünger waren als ich, und schon da habe ich gemerkt, dass andere das zum Teil komisch fanden. Ich habe mir noch wenig dabei gedacht, dass ich als 18-jähriger eine 14-jährige süß und attraktiv fand. Dennoch habe ich wohl da schon angefangen, nicht mehr darüber zu reden. Im Studium habe ich dann zum ersten Mal in einem Chat-Room einen Kontakt zu einer Chat-Partnerin gehabt, die sich selber als 14-jährig beschrieb. Ich wusste sofort, dass ich hier etwas Verbotenes getan hatte und ich von diesem Verbotenen mehr will. Es war in dieser Zeit, dass ich erstmals einem Psychologen davon berichtete in der Hoffnung, einen Weg zu finden, damit klar zu kommen. Leider fühlte ich mich bei den Gesprächen unverstanden und behalf mir deshalb damit, mir selbst solche Kontakte in Zukunft zu untersagen. Allerdings gelang das nicht auf Dauer.
Trotz vieler Anzeichen wollte ich mir fast bis zum 40. Geburtstag nicht eingestehen, „pädophil“ zu sein. Ich sagte allen, „noch nicht die Richtige gefunden zu haben“, „viele Enttäuschungen“ usw. Ich hatte durch das Unterrichten meines Instruments immer viel mit Kindern zu tun und habe dieses Vertrauen nie missbraucht. Aber umso lebhafter waren meine Fantasien. Durch einen dummen Zufall wurde meine sexuelle Präferenz bekannt und führte sogar zum Verlust meines Arbeitsplatzes.
Wirklich klar wurde es mir, als ich in kürzeren Abständen regelmäßig Kinderpornografie konsumiert habe und dem Bedürfnis nicht widerstehen konnte. Es war einerseits sehr erregend dieses Material zu sehen und gleichzeitig war ich voller Angst, weil ich dachte, dass man mich jederzeit erwischen kann. Da war dann auch immer die Unsicherheit, jederzeit rückfällig werden zu können. Und die Angst davor, dafür im Gefängnis zu landen, soziale Kontakte zu verlieren, ausgestoßen zu sein.
Während meiner Arbeit als Lehrer wurde es immer schlimmer. Ich hatte regelmäßig sexuelle Fantasien, in denen meine Schülerinnen vorkamen und konnte mit niemandem darüber reden. Auch meiner Frau verschwieg ich meine Vorlieben und ihre Vorhaltungen, mein Kontakt zu den Schülern sei nicht distanziert genug, dementierte ich heftig. Immer wieder zog es mich in Chat-Rooms und immer mehr kam das Verlangen, einer Schülerin näher zu kommen und diesen Drang zu befriedigen.
Das ist so ein Kreislauf: Es fehlt einem was, man fühlt sich schlecht, fühlt sich wertlos, und dann sucht man sich sein Ventil, obwohl man weiß, danach geht es einem noch schlechter. Wenn man sich diese Bilder im Internet ansieht, kommt irgendwann das schlechte Gewissen. Irgendwann ist man wieder raus aus der Situation, wo die Lust stärker ist als der Verstand, und dann realisiert man es, und dann geht es einem noch schlechter. Und man denkt, wenn du Pech hast, steht gleich die Polizei vor der Tür. Dann löscht man den Computer. Dann sucht man sich Ersatzbefriedigung in Form von Kinderpornografie oder auch mit Prostituierten. Man sucht sich so schlanke junge Prostituierte, die dem Kind-Schema entsprechen, die sucht man sich ganz bewusst. Und dann kommt man wieder nach Hause und denkt sich: Mist, ich habe richtige Scheiße gebaut!
Der Auslöser, warum ich hierhergekommen bin, ist ein Übergriff, den ich gegenüber einem Mädchen begangen habe, und zwar über das Internet. Ich habe sie gebeten, mir Material zu schicken, und das war der Auslöser, wo ich gemerkt habe, jetzt ist Schluss, das geht so nicht weiter.
Schließlich kam es doch zum Übergriff, und mir war danach sofort klar, dass ich eine Grenze überschritten hatte, obwohl nicht sehr viel passiert war. In den Wochen danach hatte ich immer mehr das Gefühl, dass mir alles entglitt. Dann folgten das Disziplinarverfahren und die Versetzung. Nun konnte ich endlich mein Problem aktiv angehen. Ich suchte wieder nach Hilfe, und endlich fand ich sie. Ich war jetzt so weit, dass ich meine Therapie voll Engagement und Enthusiasmus anging. Die erste Analyse am Telefon motivierte mich zusätzlich: Endlich stellte mir jemand die richtigen Fragen, und endlich konnte mir jemand einen Namen für mein Problem geben.
Auf Anraten meiner Frau ließ ich mich freiwillig in die Klinik für forensische Psychiatrie zur Beobachtung einweisen. Es war das Beste, was mir überhaupt passieren konnte. Dort hatte ich für fast drei Wochen bis zu meiner Entlassung die Möglichkeit das erste Mal mit Menschen zu sprechen, die mir helfen wollten. Dort bekam ich verschiedene Anlaufstellen und Behandlungswege aufgezeigt. Hier wurde ich auch das erste Mal auf das Projekt aufmerksam.
Ein Bekannter wies mich auf das Projekt hin. Ich rief an und bekam gleich einen Termin für ein anonymes Einzelgespräch mit einer Psychologin. Es folgten weitere Gespräche, dann mehrere Treffen einer „Infogruppe“ mit anderen Betroffenen. Von Anfang an war es sehr erleichternd, endlich offen über dieses Tabuthema sprechen zu können, ohne von irgendjemandem wegen meiner sexuellen Präferenz abgelehnt oder verurteilt zu werden.
Mir war eigentlich immer klar, dass ich Hilfe benötige. Allerdings habe ich mich sehr lange nicht getraut mit jemandem darüber zu reden. Das Thema war einfach ein zu großes Tabu. Bei dem „Kein Täter Werden“ – Projekt habe ich mich erst mal per Mail gemeldet, danach folgte ein Telefongespräch und ca. zwei Wochen später ein persönliches Gespräch mit einem der Therapeuten.
Diese Therapie hier war die letzte Möglichkeit, die ich noch gesehen habe. Ich habe dann doch endlich eine Mail hierher geschickt und sogar in der gleichen Woche einen Termin bekommen, bei dem ich mich erstmalig aussprechen konnte. Das ist auch so eine Sache: Wem soll man sich anvertrauen? Das erste Mal darüber zu reden, das war nicht einfach, zumal ich nicht derjenige bin, der groß über seine Gefühle spricht. Das ist ganz schön schwer, aber es ist eben auch eine Erleichterung, denn das habe ich über Jahre mit mir herum getragen. Und dann ist da einer, der nicht gleich sagt, du bist der letzte Abschaum der Welt, der sich auch mit der ganzen Thematik auskennt, das ist ja auch wichtig.
Mir war klar, dass ich Hilfe brauche, wenn ich halbwegs normal weiterleben will. Zuerst dachte ich, dafür gibt es keine Hilfe. Ich muss damit selber kämpfen, mich zusammenreißen. Ich hatte irgendwo mal etwas von diesem Projekt gehört oder gelesen – ich weiß nicht mehr. Dann habe ich im Internet gesucht und die Telefonnummer gefunden. Und dort angerufen, auch wenn es einige Überwindung gekostet hat. Am anderen Ende war ein sehr netter und verständnisvoller Mensch. Dann bin ich zu meinem ersten Gespräch gefahren. Ich war ziemlich aufgeregt, weil ich nicht wusste, wie die Leute dort reagieren. Machen die mir Vorwürfe, beschimpfen die mich? Sagen die mir, ich sei ein Perverser? Aber die Sorgen waren unbegründet. Das Personal war sehr nett und hilfsbereit. Es war erleichternd, darüber reden zu können.
Ich war der Meinung, das hab‘ ich relativ unter Kontrolle. Dann hat es meine Familie erfahren, und die haben gesagt, dass ich Hilfe brauche und was unternehmen muss. Da habe ich auch zugestimmt und endlich eingesehen, dass ich tatsächlich Hilfe brauche. Man denkt, dass man alles im Griff hat, obwohl das gar nicht stimmt. Ich bin froh, dass ich in das Projekt aufgenommen werden konnte.
Vor der ersten Sitzung gingen mir viele Gedanken durch den Kopf. Was für Leute sind da wohl? Kenne ich womöglich jemanden? Was denken die von mir? Kann ich wirklich alles sagen? Sperren die mich ein, wenn die hören, was ich getan habe?
Eine letzte Hürde waren die ersten Sitzungen, vor allem die allererste, da ich mir nicht vorstellen konnte, wie es sein würde, andere Männer mit meinem Problem kennenzulernen. Aber sehr schnell merkte ich, dass es mir gar nicht so schwer fiel, mich in der Runde zu öffnen.
Ich hatte noch nie mit jemanden so darüber gesprochen und wusste nicht, wie Therapie ist. Mir war auch bange, weil die Therapeutin eine Frau war. Dann habe ich mich gewundert, wie leicht mir das Reden fiel, weil wir in der Gruppe alle dasselbe Problem haben: Wir sind alle pädophil.
Besonders der Kontakt und die Gespräche mit den anderen Gruppenteilnehmern waren sehr hilfreich, da ich immer das Gefühl hatte, von den Anderen besonders gut verstanden zu werden.
Jeder kann alles sagen. Keiner wird schief angesehen. Die Therapeuten sind sehr vertrauenswürdig.
So eine Gruppensitzung startet mit einer Eröffnungsrunde. Dann gibt es ein Thema, das sich manchmal auch aus der Eröffnungsrunde ergibt. Nach den zwei Stunden gibt es noch eine Schlussrunde, wo man noch mal reflektiert, was hat man mitgenommen von den zwei Stunden, und dann ist die Sitzung zu Ende, manchmal mit einer Aufgabe, die man dann im Laufe der Woche alleine macht, z.B. ein Tagebuch führen.
Wir bekommen Aufgaben für die Zeit zwischen den Gruppensitzungen. Das können Situationen sein, die man erlebt hat, beispielsweise eine Begegnung mit einem Mädchen, dazu einen Impuls und eine Reaktion. Zum Beispiel denkt man: „die würde mir schon gefallen“. In der Therapie lerne ich, diese inneren Vorgänge zu verstehen, aufzudröseln und zu überlegen, ob und was ich hätte anders machen können. Ich kriege mit, dass die sexuelle Präferenz nur ein Teil von mir ist. Meine Wahrnehmung verändert sich. Vorher war ich sehr unsicher, mit ganz wenig Selbstwertgefühl. Jetzt fühle ich mich ausgeglichener – ich mag mich viel mehr.
Die Themen sind vielschichtig und nicht allein nur auf die sexuelle Präferenz bezogen. Ich erhalte Zuspruch und neue Kraft aus der Gruppe, um mein Leben zuversichtlicher und stabiler meistern zu können. Jeder ist ein Teil des Ganzen, und alle Gespräche werden absolut vertraulich behandelt.
Ich habe ja auch verdrängt, dass mit den Fotos Kinder missbraucht werden. In der Therapie lerne ich, mir diesen Teufelskreis bewusst zu machen.
Christian, 43, BeamterOft fängt es ganz harmlos an: Du sitzt am PC, fängst an, normale Pornos zu suchen, dann wird das Schema immer jünger, die Frauen immer jünger, die Bilder werden härter, man gibt „Teen“ ein und schon ist man mittendrin und hat den „point of no return“ längst überschritten. Die Kunst ist, dass ich mich so gut kennen lerne, dass ich mich so kontrollieren kann, um nicht in solche Situationen zu kommen. Das lerne ich hier.
Ich will gar nicht erst in Versuchung geraten, mir Kinderpornografie anzugucken. Die Therapie soll mich dabei unterstützen ein Leben zu führen, ohne jemals einen sexuellen Übergriff auf ein Kind zu begehen, und da unterstützt sie mich ziemlich gut.
Nach zwei Monaten wollte ich die Therapie hinschmeißen, weil alles so wehgetan hat. Ich fühlte mich so schlecht, weil alles an die Oberfläche kam. Dann hatte ich wieder depressive Schübe. Manchmal habe ich mir gewünscht, dass ich tot bin. Aber ich habe weiter gemacht. Heute bin ich froh darüber. Dieser Weg lohnt sich, aber er ist hart. Zu Anfang fließen Tränen, es geht einem schlecht, es stürzt alles über einem ein. Hier werde ich immerhin ein Stück weit aufgefangen und kriege es erklärt.
Dann kam die Aufgabe, eine Missbrauchssituation selber im Rollenspiel nachzuspielen. Beim ersten dieser Rollenspiele spielte ich einen der anderen Gruppenteilnehmer, also den Täter. Ich war danach ziemlich mitgenommen und verspürte wenig Lust darauf, noch einmal so ein Rollenspiel durchzumachen. Zuletzt aber spielte ich ein Opfer, eine Schülerin. Ich fühlte mich ganz und gar in dieser Situation und in der Gefühlswelt meines Opfers. Endlich verstand ich die Hilflosigkeit, die Scham, die Ängste, und das Gefühl des Ausgenutzt-werdens. Und endlich wurde aus meiner Überlegung, dass es in der Verantwortung des Erwachsenen liegen muss, dass es nicht zu einem sexuellen Kontakt zu Kindern oder Jugendlichen kommt, eine feste und unumstößliche Überzeugung. Ich hatte am eigenen Leib erfahren, dass das Opfer eben keine Mitschuld trifft, dass es dem Tun des Täters eben nicht unbedingt Einhalt gebieten kann, selbst dann nicht, wenn es ihm vorher gesagt wurde. Was ich vorher nur für falsch hielt, ohne diese Falschheit zu spüren, bekam nun auch eine tiefe emotionale Dimension. Ich wusste, dass ein Übergriff immer falsch ist, weil ich es selber am eigenen Leib erfahren hatte. Kurz nach dieser Einheit vergrößerte sich unsere Gruppe, und es kamen ein paar Männer hinzu, die erst am Anfang ihrer Therapie standen. Hier wurde mir dann immer wieder vor Augen geführt, welchen weiten Weg ich bereits jetzt schon gegangen war, und es kam bald die Zeit, da ich spürte, dass ich genug über mich und meine Neigung gelernt hatte, dass ich diesen Weg auf eigenen Beinen weitergehen konnte.
Ganz früher bin ich schwimmen gegangen, um zu gucken, oder ich bin bei einem Schulhof vorbeigegangen, um zu gucken. Danach habe ich es ganz vermieden, weil ich das nicht mehr wollte. Aber jetzt geht es wieder, jetzt gehe ich nur noch schwimmen, weil ich schwimmen will, denn seit ich hier bin, habe ich riesige Fortschritte gemacht. Ich bin fertig mit der Therapie, wenn ich mir hundertprozentig sicher bin, dass ich verantwortungsvoll handle, das ist es, was ich will.
Was das Ende meiner Therapie betrifft, bin ich optimistisch. Ich habe gelernt, mit meinem sexuellen Interesse und meinen Problemen umzugehen. Ich habe ein Netzwerk aus Freunden und anderen Personen aufgebaut, die mich kennen und von meiner sexuellen Präferenz wissen. Ich weiß jetzt, wo ich professionelle Hilfe finde, und das macht mich optimistisch, in Zukunft klar zu kommen.
Ich weiß nicht, wann das Ende der Therapie ist. Doch selbst wenn die Sitzungen irgendwann aufhören, dann muss ich doch immer an mir arbeiten.
Ich weiß jetzt, dass ich vernünftig leben kann. Die Gruppe war ein wichtiger Halt für mich.
Heute kann ich, selbst wenn ich sexuelle Lust habe, problemlos am PC surfen, und ich rufe nicht eine einzige Pornoseite mehr auf. Ich gucke harmlose Dinge, wie Computerthemen oder Sport.
Meine sexuelle Präferenz spüre ich nach wie vor, sie hat aber ihren Schrecken verloren und auch einen großen Teil ihrer Bedeutung. Da ich mir meiner Verantwortung bewusst bin, fühle ich mich im Umgang mit Jugendlichen sicher und weiß, wo ich mir Hilfe holen kann, wenn ich das Gefühl habe, die Kontrolle zu verlieren. Da aber aufgrund meiner neu gewonnen Überzeugung mein Drang zum Sex mit Jugendlichen enorm nachgelassen hat, kam eine solche Situation bisher nicht wieder vor.
Vor einem Jahr habe ich es meinen Eltern erzählt. Nachdem meine Freundin Bescheid wusste, sollten sie das auch erfahren. Zuerst war es ein Schock, vor allem für meine Mutter. Für meinen Vater war es vielleicht nicht ganz so schlimm. Das Verhältnis war dann eine Weile anders, irgendwie gestört. Sie haben das nicht richtig einschätzen können und nicht verstanden, dass ich nicht gleich jedes Mädel anfassen muss, wenn in der Verwandtschaft oder Bekanntschaft eine Jugendliche auftaucht, also dass sie mich nicht von Mädchen fern halten müssen. Mittlerweile ist es wieder besser geworden. Sie haben mir dann auch gesagt, dass ich weiterhin ihr Sohn bin. Das war ihnen offenbar wichtig, mir mitzuteilen.
Beruflich habe ich mich sehr verändert und arbeite jetzt nur noch mit Erwachsenen zusammen. Zu meiner Überraschung weine ich dem Lehrerdasein, das ich lange für mich als meinen absoluten Traumberuf empfand, keine Träne hinterher, sondern genieße meine neue Tätigkeit sehr. Alle meine Freunde wissen um das, was mit mir ist und fast alle unterstützen mich auf meinem Weg und bleiben an meiner Seite, was eine sehr schöne Erfahrung ist.
Ich habe mit meiner damaligen Freundin und mit einigen sehr engen Freunden über diese Therapie gesprochen. Ihre Reaktion war sehr überraschend für mich, weil sie überhaupt nicht negativ reagiert haben. Natürlich hat sie das irritiert, und sie waren unsicher, wie sie damit umgehen sollen. Zum Teil haben sie selber Kinder. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass sie mir vertrauen. Dass sie wissen, dass ich ihren Kindern nie etwas tun würde. Alle meine Freunde, mit denen ich gesprochen habe – enge Freunde – sind immer noch meine Freunde.
Meine Eltern wissen Bescheid, ein Teil meiner Großeltern, meine engsten Freunde und verschiedene Leute aus meinem Verein wissen Bescheid. Das war mir wichtig, dass sie es wissen. Ich wollte ihnen einerseits klarmachen, warum es für mich manchmal anstrengend war, entweder zu Babysitten innerhalb der Familie oder aber zum Beispiel im Sommer in Freibäder oder so was zu gehen. Und das konnte ich ihnen damals nicht klarmachen und wurde komisch angeguckt. Mittlerweile haben sie es akzeptiert und versuchen, mich meinen Weg gehen zu lassen.
Wenn ich heute Frust habe, kriege ich den selber weg. Ich gucke, was passiert ist, warum ich Frust habe, wenn ich falsch reagiert habe. Diese Veränderung wirkt sich auf alles aus: Arbeit, privat, Hobby. Ich weiß, dass ich für meine Handlungen verantwortlich bin. Ich sehe heute meine Stärken, während ich früher nur meine Schwächen gesehen habe, und ich kann mich kontrollieren. Wenn ich merke, ich komme in eine gefährliche Situation, dann verlasse ich die. Einmal ist mir das passiert, in der Sauna. Dann bin ich aufgestanden, habe geduscht und bin gegangen, fertig. Und danach war ich stolz. Weil, wie gesagt, ich bin der, der die Verantwortung hat. Ein Kind oder ein Jugendlicher kann das nicht, die Verantwortung muss ich übernehmen.
Der wichtigste Teil der Therapie war für mich, zwischen Fantasien und der Verantwortung für mein sexuelles Verhalten zu trennen. Ich kann es nicht verhindern, dass mich Kinder erregen, aber was ich tun kann, ist keinerlei sexuellen Kontakt mit Kindern zu haben.
Stefan, 36, TontechnikerAm Ende der Therapie hatte ich ein neues Lebensgefühl. Ich bin selbstsicherer und habe die Kraft erlangt, verantwortlich durchs Leben zu gehen. Ich habe gelernt mit meinen Gefühlen umzugehen und wie ich mich und insbesondere Kinder bewusst schützen kann. Aus dieser Erkenntnis und der Akzeptanz meines eigenen Ichs, aus dem neu erlernten Verantwortungsbewusstsein sowie nicht zuletzt durch die Kraft und den Halt, die mir meine Familie gibt, habe ich wieder den Lebensmut und die Zufriedenheit erlangt, um sagen zu können: Ich bin ein glücklicherer Mensch und kann zufrieden leben.
Das Wichtigste ist aber, dass auch meine Frau wieder an meiner Seite ist und ich meine Familie wieder habe. Natürlich gibt es immer wieder Stiche, zum Beispiel wenn wir uns an die Zeit der Trennung erinnern. Oder wenn das Gespräch auf meine sexuelle Präferenz kommt und ich die Angst meiner Frau spüre, die ihr diese immer noch macht. Doch diese dunklen Momente sind sehr wenige, und zu meiner Überraschung stelle ich immer wieder fest, dass ich sehr glücklich bin. Ich habe mich in den vergangenen Jahren so grundlegend verändert, wie ich das nicht für möglich gehalten hätte. Mein Selbstbewusstsein ist enorm gewachsen, ich bin stressresistenter und ausgeglichener.
Nach dem Ende der eigentlichen Therapie ist die Nachsorgegruppe ein hilfreiches Angebot, um weiterhin in Kontakt zu bleiben und meine Ziele im Auge zu behalten. Vor der Therapie habe ich mir nicht vorstellen können, mit dieser sexuellen Präferenz ein normales und zufriedenes Leben führen zu können. Im Laufe der Therapie wurde mir klar, dass dies doch möglich ist. Ich verurteile und hasse mich nicht mehr für mein sexuelles Interesse, da ich weiß, dass ich nichts dafür kann. Mit dieser sexuellen Präferenz ist jedoch die große Verantwortung verbunden, niemandem Schaden zuzufügen. Diese Aufgabe begleitet mich mein Leben lang.
Die sexuelle Präferenz sind die individuellen sexuellen Vorlieben eines Menschen. Sie setzt sich zusammen aus:
- Dem Geschlecht des gewünschten Sexualpartners (weiblich, männlich, *)
- Dem Körperlicher Entwicklungsstadium des gewünschten Sexualpartners (kindlich, jugendlich, erwachsen)
- Der Art des gewünschten sexuellen Kontaktes (sexuelle Praktiken)
Die Präferenz lässt sich am besten durch die Fantasien erschließen, die ein Mensch kurz vor seinem Orgasmus hat. Sie sagt daher auch nur bedingt etwas über das Verhalten des Menschen aus – die Fantasien müssen sich nicht in die Tat umsetzen. Sexuelle Präferenzen können unterschiedlich exklusiv ausgebildet sein. Das bedeutet, dass nicht bei allen Menschen nur genau ein Schema erregend wirken kann, sondern mehrere Präferenzen nebeneinander existieren können.
Vermutlich entwickelt sich die sexuelle Präferenz in der Pubertät anhand verschiedener Faktoren, wie Geschlechtshormone und andere biopsychosoziale Einflüsse. Wissenschaftlich ist die Entwicklung der Präferenz jedoch noch nicht geklärt.
Sexuelle Präferenz ist Schicksal und nicht Wahl. Niemand entscheidet sich aktiv für oder gegen seine Neigung.
Pädophilie ist eine sexuelle Präferenz und bedeutet, dass man sich sexuell zu Kindern mit einem vorpubertären Körperschema hingezogen fühlt. Körperlichen Merkmale sind beispielsweise fehlende Scham- und/ oder Achselbehaarung, kleine Genitalien, was meist auf Kinder bis ca. 11 Jahren zutrifft. Menschen mit einer hebephilen Neigung empfinden das jugendliche (pubertäre) Körperschema als sexuell ansprechend. In diesem Alter sind die Geschlechtsteile beispielsweise schon leicht entwickelt und Brustansätze erkennbar.
Wie bei jeder Präferenz ist auch bei der Pädo- und Hebephilie der Wunsch nach sexueller Lustbefriedigung nur ein Teil der Sexualität, denn auch der Beziehungsaspekt spielt eine zentrale Rolle. Für viele Betroffene ergibt sich ein Leidensdruck dadurch, dass die gewünschte Sexualität nicht ausgelebt werden kann.
Als sexuellen Kindesmissbrauch definiert das Strafgesetzbuch alle sexuellen Handlungen an und vor einem Kind oder die Veranlassung sexueller Handlungen durch das Kind an sich selbst oder an einer dritten Person. Ein sexueller Kindesmissbrauch liegt ebenfalls vor, wenn durch Vorzeigen pornografischer Abbildungen oder Darstellungen, durch Abspielen von Tonträgern pornografischen Inhalts, durch Zugänglichmachen pornografischer Inhalte mittels Informations- und Kommunikationstechnologie oder durch entsprechende Reden eingewirkt wird (§ 176 StGB).
Als Kinder gelten alle Personen unter 14 Jahren. Sie sind nicht dazu in der Lage, Situationen adäquat einzuschätzen und Folgen abzuwägen, sondern Erwachsenen in diesem Sinne unterlegen und darauf angewiesen, von ihnen geschützt zu werden. Kinder können also nicht in sexuelle Handlungen mit Erwachsenen einwilligen, beziehungsweise kann man einer scheinbaren Einwilligung keine Bedeutung beimessen.
Sexueller Kindesmissbrauch ist für die Betroffenen Kinder körperlich und seelisch traumatisierend, die Folgen weitreichend. Sexueller Kindesmissbrauch wird strafrechtlich verfolgt und bestraft.
Pädophilie und Hebephilie sind keinesfalls mit sexuellem Kindesmissbrauch gleichzusetzen. Dennoch muss beachtet werden, dass eine solche Neigung einem Missbrauch vorausgehen kann und deswegen eine gute Verhaltenskontrolle unerlässlich ist.
Die Mehrheit des sexuellen Kindesmissbrauchs geht von Menschen aus, die eigentlich sexuell auf erwachsene Sexualpartner ausgerichtet sind. Nur die Minderheit der Taten gehen auf eine pädophile Motivation zurück.
Schätzungen zufolge sind 12% der Taten sexuellen Kindesmissbrauchs der Justiz bekannt und somit im juristischen Hellfeld.
Der in Presse und Justiz gängige Begriff Kinderpornografie ist nicht geeignet, um das zu kennzeichnen, was wir als Nutzung von Missbrauchsabbildungen bezeichnen, da die Aufnahmen Kinder bei sexuellen Handlungen zeigen, die nicht auf deren freiwillige Mitwirkung, sondern auf sexuelle Interessen von Erwachsenen zurückzuführen sind. Abbildungen sexuellen Kindesmissbrauchs, die einmal in Umlauf gebracht wurden, sind praktisch nicht mehr aus dem Internet zu entfernen. Somit ergibt sich für die betroffenen Kinder und Jugendlichen eine lebenslange Konfrontation mit dem durchlebten Missbrauch. Darüber hinaus erhöht die Nutzung die Nachfrage nach der Produktion von mehr Bildmaterial.
Sowohl die Herstellung und Bereitstellung als auch der Konsum von Missbrauchsabbildungen sind Straftaten, schädigen die darin abgebildeten Kinder indirekt und dürfen deshalb nicht verharmlost werden.
Personen mit einer Pädophilie fühlen sich sexuell von Kindern mit einem vorpubertären Körper (z.B. keine Scham- und/oder Achselhaare, kleine Scheide, kleiner Penis, keine oder minimale Brustansätze) angesprochen, die im Allgemeinen nicht älter als 11 Jahre alt sind. Von den Betroffenen können Jungen- und/oder Mädchenkörper als sexuell erregend empfunden werden. Personen mit einer Hebephilie fühlen sich sexuell von Kindern angesprochen, deren körperliche Entwicklung bereits Merkmale der Pubertät aufweist (z.B. wenig Scham- und/oder Achselhaare, leicht entwickelte Scheide, leicht entwickelter Penis, entwickelte Brustansätze). Folgende Selbstbeobachtungen geben Anlass zur Vermutung, dass eine Pädophilie/Hebephilie vorliegt:
• Sexuelle Erregung beim Betrachten oder beim Kontakt zu vor- und/oder frühpubertären Kindern
• Sexuell erregende Fantasien, in denen vor- und/oder frühpubertären Kinder eine Rolle spielen
• Konsum von Missbrauchsabbildungen (sogenannte Kinderpornografie)
• Sexuelle Handlungen vor oder mit Kindern
Es gibt Menschen, die unter ihrer Neigung sehr leiden. Mit Blick auf konkrete sexuelle Verhaltensweisen gelingt es einem Teil der betroffenen Personen, ihre sexuellen Impulse lebenslang auf der Fantasieebene zu belassen. Daher sind die Begriffe Pädophilie und Hebephilie nicht mit sexuellem Kindesmissbrauch oder sexueller Ausbeutung durch den Konsum von Missbrauchsabbildungen gleichzusetzen.
Als Ursachen für die Pädophilie oder Hebephilie werden in der Sexualwissenschaft verschiedene Faktoren diskutiert (z.B. Entwicklungsauffälligkeiten des Gehirns; hormonelle und Neurotransmitterauffälligkeiten; frühe Bindungs- und Beziehungsstörungen; eigene sexuelle Missbrauchserfahrungen). Die Untersuchungen zu den genannten möglichen Ursachen erklären das Phänomen jedoch bisher allenfalls in Teilaspekten. Insgesamt herrscht über die Entwicklung und den Verlauf einer pädophilen oder hebephilen Erregbarkeit noch kein klares Bild und es besteht weiterer Forschungsbedarf.
Nein. Es kann zwischen Personen, die durch vor- und/oder frühpubertäre Kinder erregbar sind und einen sexuellen Kindesmissbrauch begehen, und Personen, die durch Erwachsene erregbar sind und einen sexuellen Kindesmissbrauch begehen, unterschieden werden. Letztere sind nicht durch ihre sexuelle Erregbarkeit durch Kinder motiviert und begehen Missbrauchstaten oft im Zusammenhang mit anderen Schwierigkeiten oder psychischen Erkrankungen.
Inwiefern der Konsum von Missbrauchsabbildungen den Wunsch nach Realisierung eines sexuellen Kontaktes mit einem Kind verstärkt, kann nach gegenwärtigem Stand der Forschung nicht abschließend beurteilt werden. Da aber bereits der Konsum ein Straftatbestand ist und eine Form sexuellen Kindesmissbrauchs darstellt, ist der Verzicht auf den Konsum von Missbrauchsabbildungen ebenso Ziel der therapeutischen Bemühungen im Netzwerk „Kein Täter werden“.
Die Diagnose Pädophilie bzw. Hebephilie kann nach einem gründlichen klinischen Interview gestellt werden, in welchem eine Vielzahl von Informationen zum sexuellen Erleben und Verhalten erfragt werden. Ergänzt werden die hierbei gesammelten Informationen z. B. durch zusätzliche Fragebögen und Testverfahren (Psychodiagnostik).
Fragebögen und Tests stellen jedoch nur zusätzliche Verfahren dar und können ein diagnostisches Gespräch nicht ersetzen. Ohne ein klinisches Interview kann keine zuverlässige Diagnose gestellt werden.
Die Kriterien, die für eine Diagnose Pädophilie erfüllt sein müssen, sind in den international anerkannten diagnostischen Leitlinien festgelegt. Das wichtigste Kriterium ist hierbei die sexuelle Erregbarkeit einer erwachsenen Person durch vor- und/oder frühpubertäre Kinder.
Die Diagnostik obliegt Fachleuten, die nach einem abgeschlossenen Studium der Medizin oder Psychologie spezifische sexualmedizinische/sexualtherapeutische Kompetenzen im Rahmen einer Weiterbildung erworben haben, da bisher weder die Diagnostik noch die Behandlung sexueller Störungen in nennenswertem Umfang Inhalt beispielsweise der psychotherapeutischen oder psychiatrischen Weiterbildungen sind
Die gesamte Therapie erfolgt kostenlos und unter Schweigepflicht. Vorrangiges Ziel im Rahmen der Behandlung ist die Akzeptanz und der Umgang mit der sexuellen Präferenz. Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen, darunter leiden und deswegen Hilfe suchen, sollen dabei unterstützt werden, ein zufriedenes Leben führen zu können. Darauf basierend soll den Teilnehmern ein breites und effektives Repertoire an Verhaltensstrategien vermittelt werden, die es ihnen ermöglichen, diesen Bereich ihres Lebens adäquat zu bewältigen und insbesondere die sexuellen Impulse gegenüber Kindern effektiv zu kontrollieren.
Im Verlauf der Therapie erlernen die Teilnehmer daher
• ihre sexuelle Präferenz zu akzeptieren und in ihr Selbstbild zu integrieren
• ihre sexuellen Wünsche und Bedürfnisse angemessen wahrzunehmen und zu bewerten
• fremdgefährdende Entwicklungen zu identifizieren und zu bewältigen
• Strategien zur Verhinderung von sexuellen Übergriffen
Die Therapie findet wöchentlich in Gruppen sowie bei Bedarf auch in Einzelgesprächen und unter Einbeziehung Angehöriger statt. Die Behandlung folgt einem strukturierten Therapieplan, berücksichtigt aber die individuellen Bedürfnisse und erfolgt in Absprache mit den Teilnehmern. Sie integriert psychotherapeutische, sexualwissenschaftliche, medizinische und psychologische Ansätze sowie die Möglichkeit einer zusätzlichen medikamentösen Unterstützung.
Erfolgreiche Therapien kommen vor allem dann zu Stande, wenn Therapeuten und Teilnehmer gleichermaßen ihre unterschiedlichen Aufgaben während einer Therapie wahrnehmen.
Seitens der Teilnehmer beeinflussen Offenheit, das Einbringen relevanter Probleme, regelmäßige Mitarbeit und das Treffen von Entscheidungen das Therapieziel maßgeblich. Entscheidend ist die eigene Motivation, keine sexuellen Übergriffe auf Kinder zu begehen und keine Missbrauchsabbildungen zu konsumieren.
Auf Seite der Therapeutinnen und Therapeuten wird dies durch ihre Qualifikation in der Diagnostik und Therapie sexueller Störungen sowie regelmäßige Supervision unterstützt.
Die angebotene ambulante Therapie erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. einem bis zwei Jahren, mit in der Regel wöchentlich stattfindenden Therapiesitzungen. Die Therapie wird in Gruppen durchgeführt sowie falls notwendig auch als Einzeltherapie.
Vorrangiges Ziel im Rahmen der Behandlung ist die Akzeptanz der sexuellen Präferenz sowie deren Integration in das sexuelle Selbstbild. Darauf basierend soll den Teilnehmern ein breites und effektives Repertoire an Verhaltensstrategien vermittelt werden, die es ihnen ermöglichen, diesen Bereich ihres Lebens adäquat zu bewältigen und insbesondere die sexuellen Impulse gegenüber Kindern effektiv zu kontrollieren.
Die therapeutische Konzentration richtet sich deshalb auf das Erlernen und Trainieren von Kompetenzen zum sicheren, nicht fremd- und selbstgefährdenden Umgang mit den eigenen sexuellen Impulsen, gegebenenfalls auch mit medikamentöser Unterstützung zur Dämpfung des sexuellen Verlangens.
Somit wird der Schutz von Kindern durch die Verhinderung von sexuellem Kindesmissbrauch und der Nutzung von Missbrauchsdarstellungen über die Etablierung bzw. Optimierung einer sexuellen Verhaltenskontrolle angestrebt.
Die Therapeuten unterliegen der therapeutischen Schweigepflicht bezüglich aller in der Vergangenheit liegenden Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs, die ihnen im Rahmen ihrer therapeutischen Tätigkeit bekannt werden (§ 203 StGB). Die Verletzung dieser Schweigepflicht ist strafbar.
Die therapeutische Schweigepflicht ist eine Basis für den präventiven Ansatz des Projektes. So kann auch einem nicht der Justiz bekannten, hilfesuchenden Menschen mit einer sexuellen Erregbarkeit auf kindliche Reize therapeutische Hilfe angeboten werden, um (erneute) Übergriffe zu verhindern. Sonst blieben diese Menschen für eine Therapie unerreichbar. Aus präventiver Sicht ist also diese Gesetzeslage in Deutschland in hohem Maße zu begrüßen.
Im Falle akuter Selbst- oder Fremdgefährdung steht das Wohl des/der Gefährdeten an erster Stelle. In diesem Fall erarbeiten die Therapeutinnen/Therapeuten gemeinsam mit dem Teilnehmer Schritte, um die akute Gefährdung zu beenden.
Ziel ist es, sexuellen Missbrauch von Kindern sowie die Nutzung von Missbrauchsabbildungen zu verhindern, sowie die psychosoziale Beeinträchtigung der Patienten abzubauen. Wird dieses Ziel erreicht und ist dies zudem auf die Therapie zurückzuführen, kann von einer erfolgreichen Therapie gesprochen werden. Die Erfahrungen des Berliner Präventionsprojektes zeigen darüber hinaus, dass zur Verstetigung des Therapieerfolges die Teilnahme an den Nachsorgegruppen sinnvoll ist.
Aus dem Hellfeld ist bekannt, dass Therapien, die Risikofaktoren für sexuelle Übergriffigkeit reduzieren, das Rückfallrisiko senken. Untersuchungen des Berliner Standortes zeigen, dass sich die bekannten Risikofaktoren für die Begehung sexueller Übergriffe auf Kinder bei Menschen mit einer pädophilen und hebephilen Störung im Dunkelfeld günstig therapeutisch beeinflussen lassen: Insbesondere emotionale Defizite und Wahrnehmungsverzerrungen waren durch die Behandlung geringer geworden und die Fähigkeit zur Selbstregulation gewachsen.
Da die Forschung zur verursacherbezogenen primären Prävention von sexuellem Missbrauch im Dunkelfeld erst begonnen hat und auch international diesbezüglich so gut wie keine Daten vorliegen, bedarf es weiterer Studien zur Überprüfung der Wirksamkeit.
Die gesetzlich garantierte Schweigepflicht für Therapeuten (§ 203 StGB) ist ein Grundpfeiler unserer Arbeit und eine Stärke unseres Systems in Deutschland. Sie ermöglicht erst intensive, persönliche Therapiegespräche [vgl. (Grundmann et al., 2021)], die in Ländern mit strengeren Meldepflichten oft nicht möglich sind [vgl. (Lätth et al., 2022); (Schuler et al., 2021)]. Zusätzlich ist die Anonymität wichtig: Sie senkt die Hemmschwelle für Hilfesuchende ganz erheblich. Viele Menschen fürchten Stigmatisierung oder andere Nachteile, wenn sie sich mit einer pädophilen Störung offiziell, etwa über die Krankenkasse unter ihrem Namen, registrieren müssten – selbst wenn sie nie eine Tat begangen haben. Die Anonymität ist daher entscheidend, damit auch diejenigen den Mut finden, Hilfe zu suchen, die dies sonst aus Angst nicht tun würden. Die Bedeutung dieses Gesamtansatzes (Vertraulichkeit & Anonymität im Rahmen von § 203 StGB und § 65d SGB V) wird durch seine gesetzliche Grundlage unterstrichen und aktuell von unabhängigen Wissenschaftlern in einer mehrjährigen Studie [(Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie, TU Chemnitz, n.d.)] umfassend evaluiert.
Diese Sorge nehmen wir sehr ernst. Es gibt Forschung [z. B. (Holper et al., 2024)], die zeigt, dass Behandlungen je nach individuellem Risiko unterschiedlich wirken können. Unser Ansatz berücksichtigt das genau, orientiert am wissenschaftlich etablierten Risk-Need-Responsivity (RNR)-Prinzip. Das bedeutet vereinfacht:
- Risk (Risiko): Die Intensität der Hilfe soll zum individuellen Risiko passen. Nicht zu viel, nicht zu wenig.
- Need (Bedarf): Die Therapie konzentriert sich auf die spezifischen Faktoren, die das Risiko für Übergriffe erhöhen (z. B. bestimmte Denkweisen, mangelnde Impulskontrolle).
- Responsivity (Ansprechbarkeit): Die Art der Hilfe wird an die persönlichen Fähigkeiten, die Motivation und den Lernstil des Einzelnen angepasst.
Viele unserer Teilnehmer haben – auch wenn sie nie straffällig wurden – ein hohes selbstberichtetes Risiko (von Franqué et al., 2023). Für sie sind spezialisierte, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Programme wie unsere nachweislich hilfreich und nicht schädlich (Holper et al., 2024). Studien zeigen, dass solche spezialisierten Therapien [z.B. (Lätth et al., 2022); (Landgren et al., 2020)] positive Veränderungen bei wichtigen Risikofaktoren bewirken können (Beier et al., 2024). Unser Ziel ist immer, durch passende, oft multimodale Hilfe [Therapiegespräche und ggf. Medikamente, siehe (Beier, 2021)] das Risiko sicher zu senken.
Es stimmt, dass die Evaluationsmethoden im Dunkelfeld von denen im Hellfeld (bei verurteilten Straftätern) teilweise abweichen. Sie sind dennoch aussagekräftig, da sie auf die besondere Situation von Menschen zugeschnitten sind, die freiwillig und anonym Hilfe suchen. Die Richtlinien des Collaborative Outcome Data Committee (2007) fordern beispielsweise die Erfassung offiziell bekanntgewordener Straftaten. Dies setzt jedoch die Einwilligung der hilfesuchenden Person voraus, die dann nicht mehr anonym ist. Zugleich zeigen Untersuchungen, dass die offizielle Kriminalstatistik das tatsächliche Ausmaß von strafbarem Verhalten („Dunkelziffer“) um ein vielfaches unterschätzt (von Franqué et al., 2023). Deshalb nutzen wir Methoden, wie die sorgfältige Erfassung von Selbstberichten und die Beobachtung von Veränderungen bei wichtigen Risikofaktoren (z.B. Einstellungen oder Empathie). Auch wenn diese Methoden, wie Selbstauskünfte, ihre spezifischen Einschränkungen haben, sind sie aktuell der notwendige und wissenschaftlich fundierte Weg, um die Wirksamkeit von Prävention im Dunkelfeld überhaupt beurteilen zu können [vgl. (Lätth et al., 2022)]. Wir arbeiten kontinuierlich daran, diese Methoden im Einklang mit den Prinzipien der Präventionsforschung (Gottfredson et al., 2015), die Strenge und kontinuierliche Weiterentwicklung fordern, zu verbessern.
In der Therapie arbeiten wir mit spezialisierten, strukturierten Behandlungskonzepten, wie zum Beispiel der Berliner Dissexualitätstherapie (BEDIT) (Beier, 2021). Die persönliche, vertrauensvolle therapeutische Beziehung steht im Mittelpunkt. Gemeinsam werden komplexe psychologische Themen bearbeitet, Risikosituationen analysiert und deliktfördernde Einstellungen verändert. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Entwicklung von Strategien zum Schutz von Kindern, die direkt in die Therapie integriert werden (Grundmann et al., 2021). Der Ansatz ist multimodal, das heißt, neben der Psychotherapie können bei Bedarf und nach sorgfältiger Abwägung auch medikamentöse Behandlungen zur Unterstützung der Impulskontrolle eingesetzt werden (Beier, 2021). Wichtig ist: Die Qualität und Wirksamkeit unserer Arbeit wird kontinuierlich überprüft. Alle deutschen Modellprojekte, die nach § 65d SGB V gefördert werden, durchlaufen aktuell eine umfassende, unabhängige wissenschaftliche Langzeitevaluation (2018–2026) durch die TU Chemnitz, beauftragt vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie, TU Chemnitz, n.d.).
Viele sexuelle Übergriffe – sowohl erstmalige Taten als auch Wiederholungstaten – werden nie bei der Polizei oder anderen offiziellen Stellen bekannt. Das ist die sogenannte „Dunkelziffer“, und sie ist bei Sexualdelikten besonders hoch (Schuler et al., 2021). Wir wissen, dass Selbstauskünfte ihre Grenzen haben und nicht immer glaubwürdig sind. Dennoch sind sie im Dunkelfeld, wo offizielle Daten systematisch die Realität nicht abbilden [vgl. (Hörnle et al., 2024)], der notwendige und wissenschaftlich anerkannte Weg, um überhaupt einen Einblick zu gewinnen (Beier et al., 2024); (von Franqué et al., 2023). Sie helfen uns zu verstehen, was wirklich passiert [vgl. (Lahtinen et al., 2025); (Beier, 1998)], und ermöglichen es uns, effektiv Hilfe zur Verhinderung zukünftiger Taten anzubieten. Gleichzeitig sind wir bestrebt, unsere Methoden entsprechend der Prinzipien der Präventionsforschung (Gottfredson et al., 2015) – die sowohl methodische Strenge als auch eine dem Forschungsfeld und Entwicklungsstadium angemessene Weiterentwicklung fordern – kontinuierlich zu verbessern, unterstützt durch die laufende externe wissenschaftliche Evaluation.
Mit der angebotenen Therapie für problembewusste hilfesuchende Menschen mit pädo-/hebephiler Erregbarkeit sollen sexuelle Übergriffe auf Kinder und der Konsum von Missbrauchsabbildungen verhindert werden. Damit leistet das Präventionsnetzwerk aktiven Kinder- und Jugendschutz: Einerseits dadurch, dass es das Problem aufgreift, bevor Kinder überhaupt zu Opfern werden, und andererseits, indem es wiederholte Formen des Missbrauchs unterbindet und einer anhaltenden Traumatisierung von Kindern entgegenwirkt.
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*Das Angebot für Jugendliche ist Teil des 180Grad-Projekts, das vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert wird.
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Hinweis: Dieses Angebot richtet sich vorrangig an Hilfesuchende aus Sachsen-Anhalt. Personen mit Wohnsitz in Sachsen-Anhalt werden bevorzugt.
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Das Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist bestrebt, jedem Anfragenden aus Sachsen-Anhalt die bestmögliche Versorgung anzubieten oder zu vermitteln.
Teilnahmewillige Personen sollten eigenmotiviert und ohne juristische Auflagen therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie seitens der Teilnehmer sind vor allem Offenheit, das Einbringen relevanter Probleme, regelmäßige Mitarbeit sowie der Wille, keine sexuellen Übergriffe auf Kinder zu begehen und/oder Missbrauchsabbildungen zu konsumieren.
Einbezogen in das Therapieprogramm werden sowohl Personen, die bisher (noch) nicht übergriffig geworden sind bzw. keine Missbrauchsabbildungen (Kinderpornografie) genutzt haben, aber befürchten, dies zu tun, als auch Personen, die bereits sexuelle Übergriffe auf Kinder begangen bzw. Missbrauchsabbildungen konsumiert haben, aber den Strafverfolgungsbehörden (noch) nicht bekannt sind. Darüber hinaus können Personen aufgenommen werden, die in der Vergangenheit wegen entsprechender Taten angezeigt und/oder rechtskräftig verurteilt wurden, eine gegebenenfalls gegen sie verhängte Strafe vollständig verbüßt haben und befürchten weitere Straftaten zu begehen.
Technik: Ein Smartphone, Tablet oder PC mit aktuellem Browser und Webcam sind die Voraussetzung für die Nutzung der Ferndiagnose- und Behandlungsanwendung. Sollten Sie die technischen Anforderungen nicht erfüllen können, erörtern wir mit Ihnen eine bestmögliche und sichere Alternative.
- Kontaktaufnahme: Sie wenden sich unverbindlich per E-Mail oder Telefon an uns, wir klären alle Fragen und vereinbaren ein Online-Erstgespräch mit Ihnen.
- Vorgespräch: Im Rahmen eines Erstgespräches prüfen wir gemeinsam, ob das Hilfsangebot für Sie passend ist oder Sie an anderer Stelle passendere Hilfe bekommen können.
- Diagnostik: Wir führen gemeinsam eine ausführliche Diagnose durch. Dies ist wichtig, um Ihnen die bestmögliche Versorgung anbieten zu können und ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Die Diagnostik kann entweder vor Ort in Berlin (kostenfreie Anreise) oder online durchgeführt werden.
- Therapie: Im Rahmen regelmäßiger Online-Termine begleiten wir Sie therapeutisch. Bei Bedarf oder im Falle der therapiebegleitenden Gabe von Medikamenten, können Sie kostenfrei nach Berlin anreisen.
Was verstehen Sie unter Anonymität und wie wird diese gewährleistet?
Das Hilfsangebot unterliegt den strengen Datenschutzauflagen der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Es wurde ein Datenschutzkonzept sowie ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten erstellt und eine Datenschutzfolgeabschätzung vorgenommen.
Das Hilfsangebot kann ohne Angabe von personenidentifizierenden Informationen in Anspruch genommen werden. Wir werden weder Ihren Namen noch Ihre Anschrift oder andere personenidentifizierende Informationen (z.B. Krankenversichertendaten) erfragen.
Sofern Sie nicht von Ihrer privaten E-Mail-Adresse oder Telefonnummer mit uns Kontakt aufnehmen möchten, empfehlen wir Ihnen z.B. bei Proton ein sicheres und kostenfreies E-Mail-Postfach unter Verwendung eines Pseudonym anzulegen.
Sobald Sie Kontakt mit uns aufgenommen haben, teilen wir Ihnen eine Nummer zu (sog. PIN), die nur Sie und unsere Mitarbeiter:innen kennen. Die PIN nutzen wir, um Informationen zu Ihrem Therapieverlauf zu dokumentieren. Informationen zum Therapieverlauf und Kontaktinformationen (z.B. Ihre E-Mail-Adresse) werden in separaten Datenbanken erfasst.
Für die therapeutischen Sitzungen verwenden wir den von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zertifizierten Anbieter „arztkonsultation.de“, der eine technisch sichere Ende-zu-Ende Verschlüsselung vorhält. Die Inhalte können durch den Videodienstanbieter weder eingesehen noch gespeichert werden. Wir fertigen prinzipiell keine Mitschnitte der therapeutischen Sitzungen an. (FAQ – Technische Fragen und Datenschutz – Arztkonsultation).
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