Angehörige

Angehörige erfahren meist eher "zufällig" von der sexuellen Präferenz ihrer Partner oder anderer Familienmitglieder. Oft stoßen sie auf Bildmaterial im Computer oder finden Bildersammlungen an anderen Orten. Die möglichen Reaktionen auf diese Entdeckungen sind verständlich, z.B.:

• Angst vor den Folgen der Entdeckung für Familie und Partnerschaft
• Furcht vor polizeilichen Ermittlungen, den Reaktionen der Bekannten und Nachbarn oder vor finanziellem Ruin
• Sorge um die Sicherheit der eigenen Kinder
• Sich verraten und betrogen fühlen, weil der geliebte Mensch noch ein „anderes Leben“ geführt hat
• Ekel und Abscheu vor den Bedürfnissen und Fantasien des Anderen
• Wut auf den Partner, der „egoistisch“ seine Interessen auf Kosten anderer verfolgt
• Scham und Schuld, weil man meint, man hätte es früher merken müssen oder fürchtet, mitverantwortlich zu sein
• Hin- und hergerissen sein, weil man nicht weiß, ob man sich an die Polizei wenden soll oder muss

Angehörigen soll daher Unterstützung im Umgang mit dem neu erworbenen Wissen und den daraus entstehenden Konflikten geboten werden. Dies kann auch in der Weitervermittlung an kompetente Beratungsstellen bestehen.

Darüber hinaus werden Angehörige dazu ermutigt, das offene Gespräch mit dem betroffenen Familienmitglied zu suchen. Sie können auf diese Weise ein Problembewusstsein fördern und zum Aufsuchen professioneller Hilfe motivieren. Dieser Schritt ist von Bedeutung, da erst das direkte Gespräch eine zuverlässige Einschätzung der Lage und damit auch eine Beantwortung vieler der Fragen der Angehörigen erlaubt.

Auch im weiteren Verlauf der Therapie ist die Einbeziehung der Angehörigen ausdrücklich vorgesehen.

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