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In dem Forschungsprojekt sollen Möglichkeiten präventiver Therapie zur Verhinderung bzw. Vorbeugung sexueller Übergriffe auf Kinder untersucht werden. Während bislang vor allem sexuell motivierte Kontakte zu Kindern („direkter sexueller Übergriff“) im Blickfeld waren, sollen zukünftig auch diejenigen therapeutischen Möglichkeiten systematischer untersucht werden, welche die Nutzung von Kinderpornographie („indirekter sexueller Übergriff“) unterbinden. Einbezogen in das Therapieprogramm werden sowohl Personen, die bisher (noch) nicht übergriffig geworden sind, aber befürchten, sexuelle Übergriffe auf Kinder begehen zu können (sog. „potentielle Dunkelfeld-Täter”), als auch Männer, die bereits sexuelle Übergriffe auf Kinder begangen haben, aber den Strafverfolgungsbehörden (noch) nicht bekannt sind (sog. „reale Dunkelfeld-Täter”). Des Weiteren können Männer aufgenommen werden, die in der Vergangenheit wegen sexuellen Kindesmissbrauchs angezeigt und/oder rechtskräftig verurteilt wurden und eine ggf. gegen sie verhängte Strafe vollständig verbüßt haben. Diese Männer können jedoch nur dann einbezogen werden, wenn sie nicht (mehr) unter Bewährung und/oder Führungsaufsicht stehen und keine Therapieauflage (mehr) zu erfüllen haben. Das bedeutet, es können nur Männer teilnehmen, die nicht (mehr) unter irgendeiner Form von Aufsicht durch die Justiz stehen, d. h. nur nach vollständigem Abschluss aller rechtlichen Angelegenheiten. Teilnahmewillige Personen müssen bezüglich ihrer auf Kinder gerichteten sexuellen Impulse über ein Problembewusstsein verfügen und selbst (von sich aus) therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen, um keine sexuellen Übergriffe auf Kinder (mehr) zu begehen. Alle Interessenten, die diese Einschlusskriterien erfüllen, werden, im Anschluss an eine eingehende Untersuchung (u. a. psychopathologische, persönlichkeits-psychologische und sexualmedizinische Diagnostik), nach dem Zufallsprinzip entweder einer Gruppentherapie, einer Einzeltherapie oder einer Kontrollgruppe zugewiesen. Sollten sich mehr Interessenten anmelden, als Therapieplätze im Rahmen des Projektes zur Verfügung stehen, so werden die vorhandenen Therapieplätze unter den Bewerbern verlost. Bei dem „Präventionsprojekt Dunkelfeld” handelt es sich damit um ein kostenloses Behandlungsangebot für Personen, die auf Kinder gerichtete sexuelle Impulse verspüren und aus diesem Grund von sich aus und ohne rechtlichen Druck therapeutische Hilfe suchen, um keine sexuellen Übergriffe auf Kinder (mehr) zu begehen. |
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